Volkswagen hat beschlossen, das Kapitel der Verbrennungsmotoren für seine Stadtautos zu schließen. Unter der Leitung von Thomas Schäfer kündigt der Automobilhersteller einen bedeutenden Übergang zur Elektromobilität an, motiviert durch die neuen Emissionsnormen, die kleine Benzinmodelle finanziell unerschwinglich machen. Erfahren Sie, wie Volkswagen sich mit technologischen und industriellen Innovationen an diesen strategischen Wandel anpasst.
Die 3 wichtigsten Informationen
- Volkswagen plant, die Modelle ID. Polo, ID. Cross und ID. Every1, vollständig elektrisch, bis 2026-2027 auf den Markt zu bringen.
- Der Hersteller senkt seine Produktionskosten in Deutschland um 30 % und plant, seine eigenen Batteriezellen zu produzieren, um die Kosten zu kontrollieren.
- Volkswagen arbeitet mit Rivian zusammen, um die Software-Schnittstelle seiner Elektrofahrzeuge zu verbessern.
Die neuen Emissionsnormen machen den Verbrennungsmotor obsolet
Thomas Schäfer, an der Spitze von Volkswagen, hat kürzlich das Ende der Benzinmotoren für Kleinwagen bestätigt. Die Emissionsnormen, insbesondere Euro 7, erfordern umweltfreundliche Ausrüstungen, die die Produktionskosten erheblich erhöhen. Der Preis eines Benzinautos im Stadtautosegment würde für die Kunden unerschwinglich werden.
Ein Übergang zur Elektromobilität
Volkswagen hat sich entschieden, seine zukünftigen Modelle auf der MEB+-Plattform zu entwickeln, einer verbesserten Version seiner elektrischen Basis. Die neuen Stadtautos werden zu einem Preis von etwa 25.000 Euro angeboten, ein bedeutender Wandel im Vergleich zur vorherigen Strategie, sowohl thermische als auch elektrische Optionen anzubieten.
Im Rahmen dieses Übergangs hat Volkswagen drastische Maßnahmen ergriffen, um seine Produktionskosten in Deutschland zu senken. Die Werke in Wolfsburg, Emden und Zwickau haben es geschafft, ihre Herstellungskosten um 30 % zu senken, dank einer Vereinbarung mit der Gewerkschaft IG Metall. Dieser Plan beinhaltet jedoch auch den Abbau von 35.000 Arbeitsplätzen bis 2030.
Interne Batterieproduktion und Partnerschaft mit Rivian
Um die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten zu verringern, hat Volkswagen in die interne Batterieproduktion über seine Tochtergesellschaft PowerCo investiert. Produktionsstätten sind bereits in Salzgitter, Valencia und Kanada in Betrieb, während die Elektromotoren in Deutschland produziert werden.
Darüber hinaus hat Volkswagen die Mängel der ersten Generationen seiner ID.-Modelle in Bezug auf die Software-Schnittstelle anerkannt. Um dies zu beheben, hat sich der Hersteller mit Rivian, einem Spezialisten für Elektromobilität, zusammengeschlossen, um eine neue elektronische Architektur zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, ein verbessertes und intuitives Benutzererlebnis zu bieten.
Volkswagen: Ein bedeutender Akteur im Wandel
Gegründet im Jahr 1937, hat sich Volkswagen als einer der größten Automobilhersteller der Welt etabliert. Historisch bekannt für seine ikonischen Modelle wie den Käfer und den Golf, hat das Unternehmen es geschafft, sich an die Marktveränderungen und die Umweltanforderungen anzupassen.
Mit dem Aufstieg der Elektrofahrzeuge und den zunehmenden gesetzlichen Anforderungen hat Volkswagen eine radikale Umgestaltung seiner Produktpalette eingeleitet. Diese Elektrifizierungsstrategie wird von ehrgeizigen industriellen Maßnahmen begleitet, die darauf abzielen, wettbewerbsfähige Produktionskosten zu gewährleisten und gleichzeitig technologisch zu innovieren. Der Erfolg dieses Übergangs wird weitgehend von der Akzeptanz der Verbraucher und der Fähigkeit des Unternehmens abhängen, attraktive Preise beizubehalten.