Valve führt eine native Anwendung für visionOS ein, die für das Streaming auf Apples Vision Pro optimiert ist. Diese Initiative markiert einen strategischen Schritt in der Entwicklung des Steam Frame, des nächsten VR-Headsets von Valve, das für 2026 geplant ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Valve bietet eine TestFlight-Beta von Steam Link für visionOS an, die Streaming in 4K ermöglicht.
- Das visionOS-Update 26.4 hat entscheidende APIs eingeführt, um die Latenz und den Bandbreitenverbrauch zu verbessern.
- Das Steam Frame von Valve wird das foveale Streaming nutzen, ähnlich wie der Vision Pro, um ein optimiertes Erlebnis zu bieten.
Eine native Anwendung für den Vision Pro
Valve hat kürzlich die Veröffentlichung einer nativen Anwendung für visionOS namens Steam Link angekündigt. Im Gegensatz zu einem einfachen Port der iPad-Version ist diese App speziell für Apples Vision Pro konzipiert und ermöglicht das Streaming von Spielen in bis zu 4K. Die Benutzeroberfläche bietet auch die Möglichkeit, die Krümmung des Bildschirms im Panorama-Modus dynamisch anzupassen, was eine willkommene Funktion für die Nutzer ist.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Anwendung derzeit nur das Streaming in 2D unterstützt. Nutzer, die darauf hoffen, VR-Titel wie Half-Life: Alyx zu spielen, müssen sich also noch etwas gedulden.
Die Verbesserungen von visionOS 26.4
Der Start dieser Anwendung fällt mit dem Update visionOS 26.4 zusammen, das zwei bedeutende APIs eingeführt hat. Die erste verbessert die Verwaltung von Netzwerkstörungen, wodurch die iPad-Version mit dem Vision Pro kompatibel wird. Die zweite führt das native foveale Streaming ein, eine Technologie, die die Bandbreite optimiert, indem sie visuelle Details dort konzentriert, wo der Nutzer hinschaut.
Diese Technologie reduziert die Latenz und den Datenverbrauch, entscheidende Verbesserungen für ein hochwertiges Streaming. Valve nutzt diese Innovationen, um seine eigenen Streaming-Technologien zu testen und zu verfeinern, bevor das Steam Frame auf den Markt kommt.
Das Steam Frame: Eine Perspektive für 2026
Valve plant, sein eigenes VR-Headset, das Steam Frame, im Jahr 2026 auf den Markt zu bringen. Dieses Gerät wird auf einem dedizierten Wi-Fi 6E-Dongle basieren und das foveale Streaming nutzen, um ein optimiertes Benutzererlebnis zu bieten. Das schnelle Eye-Tracking und die Datenrate von 250 Mbps ermöglichen es, die Blickbereiche mit hoher Auflösung zu erfassen, während die Qualität der peripheren Bereiche reduziert wird, was für den Nutzer nicht wahrnehmbar ist.
Obwohl Valve noch keine Preise oder ein genaues Veröffentlichungsdatum für das Steam Frame bekannt gegeben hat, scheint die Entwicklung gut voranzuschreiten. Das Feedback der Nutzer des Vision Pro ist von großer Bedeutung, um dieses Produkt vor seiner Markteinführung zu verfeinern.
Die Herausforderungen des VR-Streamings
Das Fehlen von VR-Unterstützung auf Apples Vision Pro ist kein Zufall. VR-Streaming erfordert eine extrem niedrige Latenz von unter 20 Millisekunden. Während das Steam Frame diese Leistung dank seiner dedizierten Infrastruktur erreichen kann, ist der Vision Pro auf das heimische Wi-Fi-Netzwerk angewiesen, was seine Fähigkeiten in diesem Bereich einschränkt.
Was ist foveales Streaming und warum ist es wichtig?
Das foveale Streaming, eine Technologie im Mittelpunkt der jüngsten Innovationen von Valve und Apple, ist entscheidend, um die Nutzung der Bandbreite in Virtual-Reality-Geräten zu optimieren. Indem es sich auf den Punkt konzentriert, auf den der Nutzer seinen Blick richtet, ermöglicht diese Technologie eine Verbesserung der Bildqualität bei gleichzeitiger Reduzierung des Datenverbrauchs. Dieses Konzept wird in der Branche zunehmend übernommen, da es immersive und realistischere Erlebnisse schafft, ohne eine übermäßige Erhöhung der Netzwerkressourcen zu erfordern.